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04.06.2020

Hessen: Förderprogramm für die Ausbildung von Hauptschülern - Antragsfrist um drei Monate verlängert

Die Antragsfrist für das Förderprogramm "Ausbildungsstellen für Hauptschülerinnen und Hauptschüler" wurde wegen der Folgen der Corona-Pandemie um drei Monate verlängert und auf den 31. Juli verschoben.

Ursprünglich wäre die Frist am 30. April 2020 ausgelaufen. Dies teilte das Hessische Wirtschaftsministerium in Wiesbaden mit. "Mit der Verschiebung der Antragsfrist wollen wir Unternehmen unterstützen, die trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage in Folge der Corona-Pandemie in ihren Ausbildungsanstrengungen nicht nachlassen. Über die Ausbildung junger Menschen gewinnen Betriebe potenzielle Nachwuchsfachkräfte. Damit investieren sie in die Zukunft und das wollen wir ausdrücklich unterstützen, gerade in der jetzigen Situation", sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.

Das Förderprogramm hat das Ziel, die Aussichten von Hauptschülerinnen und Hauptschülern auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu verbessern. Ausbildungsbetriebe, die diesen jungen Menschen die Chance auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz geben, erhalten einen Zuschuss von 50 Prozent der Ausbildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr und 25 Prozent im zweiten Jahr. Für das Jahr 2020 stehen rund drei Millionen Euro zur Verfügung.

Um einen Zuschuss zu erhalten, müssen Arbeitgeber betriebliche Ausbildungsverträge mit Jugendlichen abschließen, die höchstens einen Hauptschulabschluss erlangen und ihre Ausbildung direkt im Anschluss an die Schulentlassung im Ausbildungsjahr 2020 beginnen. Zudem müssen die Jugendlichen bei der Arbeitsverwaltung als ausbildungsplatzsuchend gemeldet sein.

Voraussetzung ist, dass der Antrag des Unternehmens vor Ausbildungsbeginn bei der bewilligenden Stelle, dem Regierungspräsidium Kassel, eingereicht wird. Förderfähige Anträge werden wie bisher nach Antragseingangsdatum bewilligt. Zusätzlich unterstützt das Land Ausbildungsbetriebe, die Ausbildungsabbrecherinnen und -abbrecher, Jugendliche mit erhöhtem Sprachförderbedarf sowie Altbewerberinnen und Altbewerber die Möglichkeit zu einer beruflichen Ausbildung in ihrem Betrieb bieten.

Informationen und Antragsformulare beim Regierungspräsidium Kassel

Quelle: HWK Wiesbaden

(FEHR)

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